Dienstag, 19. April 2016

#myrealkitchen

Frida vom Blogazin 2kindchaos rief vor ein paar Wochen zu einer Blogparade auf, bei der alle die wahre ungeschönte Wahrheit ihrer Küche zeigen sollten. Unter dem Hashtag myrealkitchen findet ihr diese, wenn ihr dazu bereit seid die Wahrheit zu ertragen.

Ganz ehrlich, ich mag unsere Küche nicht wirklich. Sie war schon drin als wir hier einzogen und ist klein, alt, häßlich und unpraktisch. Da helfen auch meine behelfsmäßigen Aufkleber nicht viel. Noch dazu in einem 5 Personen Haushalt. Irgendwann wenn wir mal so weit sind werden wir das Thema Küche angehen, aber ich befürchte das das in den nächsten 10 Jahren wohl nicht der Fall sein wird. Auf Grund der Tatsache das wir kaum Arbeitsflächen zum darauf arbeiten vorweisen können weichen wir zum Schnibbeln oder Ausstechen oder Rollen gerne auf den Esstisch aus. Also weitet sich das Chaos auch noch aus. Aber hey wir haben hier sogar schon größere Familienfeiern gestemmt.


Mein Mann und ich verfolgen verschiedene Einstellungen zum Thema Kochen. Wenn er kocht sieht die Küche aus wie ein Schlachtfeld, wenn dann auch noch der Geschirrspüler nicht ausgeräumt ist, bleibt dieser Zustand auch meistens sehr lange erhalten. Wenn ich koche und das kommt äußerst selten vor sieht die Situation anders aus. Ich hebe mir meine Geduld lieber für andere Arbeiten auf. Ja bei mir kocht sogar die Milch über, weil ich in der Zeit noch schnell was anderes machen könnte. Jedenfalls mag ich es nicht in einer verkramten Küche zu kochen, also räume ich erstmal auf. Das kostet wieder Nerven und ist dem Kochen nicht zuträglich. Wenn ich dann koche räume ich meine Sachen entweder erstmal in die Spüle, oder den Geschirrspüler oder wasche sie gleich ab. Ja auch das hat mir schon abgebrannte Essen beschert.


Was ich für den Tod nicht leiden kann sind diese Nasen oder Laufspuren an den Schränken. Ich kann mir auch nicht vorstellen das mein Mann diese nicht sieht und wenn ich kochen will und dann erst anfange klar Schiff machen zu müssen, werde ich echt aggressiv. Das kann dann auch durchaus mal eskalieren und in einem Wutgebrüll enden.

Auch ein stetiges Reizthema ist die Bekramung. Immer mal wieder packt mich ja der Ehrgeiz und ich sortiere aus, ordne neu oder räume um. Dann schaue ich mir voller Stolz das Werk an und wenn es blöd läuft ist innerhalb einer Stunde wieder alles bekramt. Boah da wachsen mir echt Hörner. Ich habe auch keine Ahnung woher dieser Drang meiner Familie kommt, leere Flächen zu bekramen.

Übrigens was ich mag ist der Blick aus dem Küchenfenster.


Aber in unserer Küche wird gekocht und gelebt und das sieht man auch. Ich habe mir inzwischen ein dickeres Fell wachsen lassen. Wenn ich in die Küche komme, frage ich mich erst, hast du jetzt Zeit und Lust schon wieder aufzuräumen? Wenn ja dann geht es los und wenn nein dann drehe ich mich einfach wieder um und gehe raus.

In diesem Sinne.

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