Dienstag, 11. November 2014

Von Stoffmärkten, Schürzen, Mäusepolizei und Mauerfall



Das Wochenende ist wieder rum und gefühlt ist die Zeit wieder wie im Flug vergangen. Die Kinder sind Samstag mit unseren Nachbarn in den Wildparkt gefahren, während ich meinen Mann zum Stoffmarkt in Ludwigsburg mitschleppte. Diesmal war ich wirklich ein wenig enttäuscht über das Angebot an Baumwollstoffen dort. Aber dafür war es diesmal gefühlt nicht ganz so voll. Ich suche schon seit einer Weile ein aufziehbares Musikwerk zur Reparatur des "Singbären" vom Kleinen, es darf aber nur ca. 5cm groß sein und muss in diesen kleinen Sterntalerbären reinpassen. In dem Kreativladen in Ludwigsburg gab es auch nichts Vernünftiges.

So floss der Samstag dahin. Ich nähte noch ein bisschen an 2 Schürzen und bastelte die Website für das Magazin fertig. Die Linkgrafiken habe ich selber gezeichnet und mit Aquarellfarben koloriert.

Der Sonntag begann wie immer. Nach einem ausgiebigen Frühstück und der Badewanne der Kinder, schauten wir gemeinsam die Maus. In der Maus wurde ein Spezial über die damalige innerdeutsche Grenze gezeigt. Der Große schaute interessiert zu und meinte plötzlich: "Du Mama du bist doch in der DDR geboren? Und der Papa auf der anderen Seite der Grenze." Ich war erst einmal baff. Vor ein paar Monaten hatten wir das Thema DDR und die Mauer. Damals erklärte ich ihm ziemlich ungelenk dass sich der Papa und die Mama wohl niemals kennengelernt hätten, wäre nicht die Mauer gefallen und die Grenze geöffnet worden. Er sah nicht so aus als ob er verstand und mein Mann meinte damals schon, dass die Erklärung zu kompliziert gewesen sei. Nun 3 Monate später zeigt sich das er doch zugehört hatte und es verstand. Aber so ist mein Großer. Plötzlich aus dem Nichts kommt er mit sehr detaillierten Erinnerungen aus der Vergangenheit, bei denen ich immer staune dass er sich an sowas noch erinnert.

Am Sonntagnachmittag wollten wir eigentlich einen Kinonachmittag machen. Diesmal mit dem Film Bambi. Allerdings war die Blueray so verkratzt das wir kurzerhand auf Bernhard und Bianca umgeschwenkt sind. Ich hatte am Anfang echt bedenken, da der Film ja doch in den Sümpfen sehr düster ist. Der Große war zwischendurch auch schon wieder sehr aktiv an der Handlung beteiligt und emotional gefesselt. Aber diesmal mussten wir den Film nicht zwischendurch ausmachen. Er schaute ihn mit Begeisterung bis zum Ende. Das war so ein richtig schöner Novemberlümmelnachmittag.

Seit heute Morgen gibt es noch eine Neuerung im Hause. Der Große hat sich zum ersten Mal komplett alleine die Schuhe mit einer Schleife zu gebunden. Wow, ich bin stolz.

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